Der Hund ist, wie sein Vorfahr, der Wolf, ein Vertreter der Fleischfresser, genauer ausgedrückt ein Beutefresser. Der Hund frisst nicht nur das Fleisch! Je nach Jahreszeit stehen Würmer, Insekten, Fische, Mäuse, kleine Nager, ja sogar Lämmer oder Rehe auf seinem Speiseplan.
Die Beute wird bis auf geringe schwer-oder unverdauliche Reste fast vollständig gefressen und liefert dem Hund nicht allein Eiweiß und Fette, sondern auch andere lebensnotwendige Nährstoffe wie
1. Kalzium aus Knochen und Sehnen
2. Natrium aus Blut
3. Fettlösliche Vitamine aus Organen (insbesondere Leber und Nieren)
4. Wasserlösliche Vitamine aus Darm und Darminhalt
5. Essentielle Fettsäuren aus dem Körperfett
6. Unverdauliche Komponenten (faseriges Pflanzenmaterial aus dem Darminhalt), die für die Funktion des Verdauungskanals unentbehrlich sind.
In Gemeinschaft mit dem Menschen wurde der Hund mehr und mehr domestiziert.
Der Hund hat sich also an die verfügbare Nahrung anpassen müssen und hängt nun zum größten Teil von der Nahrungszuteilung von uns Menschen ab. Damit wächst unsere Verantwortung für eine artgerechte naturgemäße Ernährung unseres treuen Begleiters.
Die Risiken für Fehlernährungen nehmen zu, je mehr Mensch und Hund hautnah zusammen leben und der Hund der Gefahr ausgesetzt ist, vermenschlicht zu werden. Daher kommt es trotz hochwertiger Vollnahrung häufig zu ernährungsbedingten Problemen, wie stumpfem Fell, trockener Haut, Juckreiz oder Gliederschmerzen.
Allein die Kenntnisse über die Nahrungsansprüche der einzelnen Hunderassen, die Verträglichkeit und Verdauung der Futtermittel, insbesondere die praktische Anwendung dieses Wissens und Erfahrungen können eine artgemäße Ernährung des Hundes sichern und seine Gesundheit und Leistungsfähigkeit erhalten und fördern.